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Problemkiller mit Lösungskompetenz – die Nuss selbst knacken lernen

Lösungskompetenz die Nuss knacken Roland Wegerer Ideencoach

Klimawandel, Digitalisierung, politischer Populismus, Flüchtlingskrise oder und nicht zuletzt die COVID-19-Pandemie zeigen: die Fähigkeit, Probleme zu lösen, ist wichtiger denn je – im Großen, wie im Kleinen, im Privat- und Berufsleben.

 

Unerwartet stehst Du vor einem dir unbekannten Problem: das Wissen und Deine Erfahrung bringt Dich hier nur bedingt weiter, denn diese Aufgabe wurde noch nie gelöst.

 

Lösungskompetenz beschreibt daher nicht die Lösung eines bestimmten Problems. Vielmehr spricht man hier von den Fähigkeiten die es braucht um sich auf den Weg in das Unbekannte zu machen, sich zu orientieren und zu einem Ziel zu gelangen.

Lösungskompetenz Ideencoach Roland Wegerer

Lösungskompetenz: Definition und Tipps

Problemlösungskompetenz im beruflichen Alltag bedeutet, Schwierigkeiten sofort zu erkennen, schnell darauf zu reagieren und eine passende Lösung zu finden, bevor weiterer Schaden daraus entstehen kann.

 

Problemlösungskompetenz ist dabei keine einzelne Handlung oder Entscheidung, sondern ein Prozess, der aus mehreren Schritten besteht, die aufeinander aufbauen:

Der Mensch ist lösungsbegabt. 

 

Dieses auch genetisch mitbestimmte Potenzial muss aber laufend am Blühen gehalten werden. Nur so versetzen wir Menschen uns in die Lage, die vorhersehbaren und auch unvorhersehbaren Probleme der Zukunft zu bewältigen.

 

Wer nicht mit offenen Augen und offenen Ohren in Bewegung bleibt, kann nicht finden, was er sucht und vergibt auch die größte Chance des Lebens – nämlich tolle Dinge zu finden, die man gar nicht gesucht hat. — Markus Hengstschläger

Lösungskompetenz: Identifikation

Viele machen es sich sehr leicht und zeigen schnell mit dem Finger auf ein Problem. Um jedoch im weiteren Verlauf eine wirkliche Lösung zu finden, muss das Problem genau identifiziert und definiert werden. Wer hier nur an der Oberfläche kratzt, zielt wahrscheinlich auch mit seiner Problemlösung in die falsche Richtung.

 

Lösungskompetenz: Analyse

Natürlich ist es wichtig herauszufinden, wer an der Entstehung des Problems beteiligt war und wen es alles betrifft, doch ein reines Du hast das Problem verursacht… wird in keinster Weise zur Lösung beitragen.

Stelle bei der Analyse lieber die klassischen W-Fragen, allen voran nach dem Grund: Warum konnte das Problem entstehen? Warum wurde es nicht früher bemerkt? Woran hat es gelegen, dass das Problem noch nicht behoben werden konnte?

 

Lösungskompetenz: Kreativität

An diesem Punkt wird es für die meisten besonders knifflig. Ein Problem ist meist schnell als solches ausgemacht, doch wenn es darum geht, passende Lösungsvorschläge zu machen, verstummen selbst diejenigen, die vorher am lautesten gemeckert haben. 

 

Probleme zu erkennen bedeutet eben noch lange nicht, es auf Anhieb besser machen zu können. Wichtig ist hier vor allem eine kreative Herangehensweise. Traue Dich deshalb auch unkonventionelle Vorschläge einzubringen und über den meist sehr begrenzten Tellerrand zu blicken.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Albert Einstein

Die Devise lautet hier: üben, üben, üben! Es ist auch hier noch keine Meister vom Himmel gefallen. Das Denken abseits ausgetretener Pfade muss geübt werden um die nötige Selbstsicherheit zu gewinnen.

 

Kreativität kann zudem nur bedingt gesteuert werden. Wie oft hast Du wirklich gute Ideen oder findest Lösungen? Zumeist passiert das, wenn Du nicht an die Aufgabe denkst; beim Spazierengehen, beim Duschen, beim Faulenzen, bei einem Hobby,…

 

Unser Gehirn arbeitet am besten im Hintergrund. Wenn es Gedankenmuster frei kombinieren kann, entstehen dann die besten Ideen mit unseren besten Fähigkeiten.

 

Natürlich kann das Gehirn aber nur auf Wissen und Erfahrungen zugreifen, die es gemacht und abgespeichert hat. Eine „göttliche Eingebung“ zu einen Thema mit dem Du dich nicht intensiv beschäftigt hast wird wohl nicht passieren. Es ist daher nötig, dass Du Dich mit dem Wissensgebiet im Vorfeld beschäftigst. Im besten Fall bist Du mit ihm schon lange vertraut.

 

Der kreative Prozess mit all den Informationen kann dann im Unterbewusstsein stattfinden. Hier hat sich eine Kombination mit körperlicher Betätigung z.B. Ausdauersport bewährt.

 

Lerne dabei all Deine Gedanken wertzuschätzen. Mögen sie auch noch so absurd erscheinen, vielleicht ist es nur ein Zwischenschritt zum großen Wurf! Wer weiß?

Umsetzung

Lösungskompetenz zeigt sich vor allem in der Praxis, denn was bringt die schönste Theorie, wenn am Ende nichts unternommen wird, um tatsächlich Hindernisse aus der Welt zu schaffen? 

Zuvor sollte aus den verschiedenen Lösungsansätzen der vielversprechendste ausgewählt werden – dabei kann man sich auf bisherige Erfahrungen berufen oder im Team gemeinsam diskutieren.

 

Ein wichtiger Teil der Problemlösungskompetenz ist auch der Mut und das Verantwortungsbewusstsein, um die Umsetzung in die Hand zu nehmen. Leider machen viele den Fehler, sich vor einem Problem zu verstecken und darauf zu warten, dass diese sich von selbst in Luft auflöst.

Kontrolle

Die meisten Probleme lassen sich nicht sofort mit der ersten umgesetzten Idee vollkommen lösen. Deshalb ist die Kontrolle der letzte, aber essenzielle Schritt der Problemlösungskompetenz. 

 

Nur wenn Du verstehst, welche Wirkungen Ihre Maßnahme hatte, kannst Du weiterhin darauf reagieren und falls nötig weitere Änderungen einleiten. Lerne auch hier für die nächsten Lösungsaufgaben!

Wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, will nicht, dass sie bleibt. Erich Fried

Lösungskompetenz Roland Wegerer

LÖSUNGSANSATZ S.P.A.L.T.E.N.

Mit der S.P.A.L.T.E.N. gebe ich Dir eine beliebte Methode zur Hand, damit Du durch den Dschungel der Möglichkeiten findest:

1. Situationsanalyse

Das Team sammelt situationsbezogene Informationen, die geordnet, dokumentiert und schließlich bewertet werden. Sie bilden die Grundlage für die nächsten Schritte.

 

2. Problemeingrenzung

Über die wirklich problemrelevanten Informationen sollen Wirkung und Ursache des Problems ermittelt werden und auch der angestrebte Soll-Zustand – also das eigentliche Problemlösungsziel. An dieser Stelle kann das Team auch entscheiden, ob die Erfolgsaussichten es rechtfertigen, die Problemlösung weiter zu verfolgen.

3. Alternativen aufzeigen

Hier sind Kreativität und Flexibilität gefragt: Das Ziel lautet, für die gestellte Aufgabe alternative Lösungen und Zielformulierungen zu entwickeln. Auf diesem Weg kann verhindert werden, dass sich das Team zu früh auf eine Lösungsvorgabe fixiert.

4. Lösungsauswahl

Die zuvor entwickelten Lösungen werden in diesem Schritt analysiert und bewertet. Danach sollte das Team in der Lage sein, diejenigen auszuwählen, die am meisten Potenzial versprechen.

 

5. Tragweite analysieren

In diesem Analyseschritt wird das Verhältnis von Chancen und Risiken der ausgewählten Lösungen untersucht. Hier kann das Team auch Maßnahmen definieren, mit denen sich im späteren Prozess Chancen steigern und Risiken minimieren lassen.

6. Entscheiden und Umsetzen

Die Ergebnisse der beiden vorangegangen Schritte nutzen dem Team an diesem Punkt, um sich für Lösungen zu entscheiden und ihre Umsetzung anzustoßen. Dabei ist es wichtig, die im Prozess integrierten Chancen- und Risiken-Maßnahmen bei Bedarf auch einzusetzen.

7. Nachbearbeitung und Lernen

Das aktuell behandelte Problem wird wahrscheinlich nicht das letzte seiner Art sein. Ziel dieses Schrittes ist es daher, die gewonnenen Erfahrungen so zu dokumentieren, dass sie künftig zu einer kontinuierlichen Prozessverbesserung beitragen können.

 

Die S.P.A.L.T.E.N.-Methode verspricht eine problemangepasste Vorgehensweise, damit Teams unter möglichst geringem Ressourceneinsatz sichere Lösungen erreichen. Aber sie ist nicht die einzige erfolgversprechende Handlungsstrategie. Ein Ansatz wie das Design Thinking bringt eigene Schwerpunkte mit und eignet sich, um in kreativen Prozessen völlig neue Ideen zu entwickeln. Problemlösungsteams sollten durchaus einen Moment darauf verwenden, den für sie passenden Ansatz zu wählen.

 

Fehler machen oder Rückschläge erleiden ist beim Entwickeln von Lösungskompetenz normal, gewünscht und lehrreich! Da in der Regel wenig Erfahrungswerte vorhanden sind liegt das in der Natur der Sache.

 

Vergiss nicht Zeit dafür einzuplanen! Es ist noch kein_e Meister_in vom Himmel gefallen 😉

Weiterführende Links:

hier geht’s zu meiner Artist Webseite

Elisabeth J. Nöstlinger diskutiert mit Markus Hengstschläger das Potential der Lösungsbegabung in unsicheren Zeiten.

Salzburger Nachtstudio auf Ö1 vom 16. Dezember 2020

https://oe1.orf.at/player/20201216/621433

Buchtipp:

Die Lösungsbegabung, Gene sind nur unser Werkzeug. Die Nuss knacken wir selbst! Von Hengstschläger, Markus

 

An Freunde und Bekannte weitersagen:

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